Rezension zu „EREBOS“ von Ursula Poznanski

[selbst gekauft]
Von: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe Verlag GmbH
Erscheinungstermin: 01. Januar 2011 (limitierte Auflage: 19. Juni 2019)
Seitenzahl: 496
Reihenband: 1
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Preis Ebook: 9,99€
Preis gebundenes Buch: 19,95€
ISBN-13: 978-3743205314

Klappentext

Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos.

Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.“

Das Cover in dem knalligen Rot ist sehr auffällig und ich hatte es im Buchladen schon mehrfach in der Hand.  Leider liegt mir das Genre Thriller so gar nicht… Dachte ich zumindest bisher, denn nachdem ich irgendwie „Cryptos“ von Ursula Poznansik im Oktober 2020 einfach nicht im Buchladen zurücklassen konnte und direkt durchgelesen habe, musste auch „EREBOS“ einziehen.
Ich habe mich für die limitierte Hardcover-Variante entschieden, da diese mir besser gefiel als das Taschenbuch und ich ja total auf farbige Buchschnitte stehe! Außerdem gibt es eine goldgeprägte Signatur der Autorin in den limitierten Auflagen. Ich finde hier hat Loewe Verlag sich noch einmal mächtig ins Zeug gelegt.

Wie auch schon bei „Cryptos“ musste ich das Buch einfach direkt lesen. Und es ging direkt spannend los, denn der Protagonist Nick merkt, das sich etwas zusammenbraut. Schüler verhalten sich seltsam aber niemand spricht über DAS was doch so offensichtlich ist. Nick möchte auch endlich in das Geheimnis eingeweiht werden, doch egal wen er Anspricht, alle blocken ihn ab – bis er die geheimnisvolle CD erhält.

Ein Computerspiel, das Realität und virtuelle Welt verbindet, aber dennoch die Realität an Wert verlieren lässt, denn schließlich kann so ein Computerspiel aus einem schüchternen zurückgezogenen Schüler zu einer Person des „Inneren Kreises“ und somit zu den Stärksten machen. Doch würdest du für ein Computerspiel über Leichen gehen?

Ich bin immernoch völlig gefangen von dem Buch, von der Schreibweise der Autorin, von der Verstrickung der Geschichte, die dennoch einen wahnsinnig guten roten Faden hat. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es mich so gefesselt hat – ich war förmlich süchtig nach einem Spiel, das ich doch selbst gar nicht spielte! – man fühlt mit den Figuren der Geschichte mit und kann sich dem Bann genauso wenig entziehen wie sie selbst.
Es war gleichzeitig auch absolut unheimlich, denn irgendwie wollte man selbst auch Teil dieses Spiels sein – obwohl ich mir eingestehen muss, dass ich wohl ziemlich schnell wieder rausgeflogen wäre, sobald das Spiel mich zu illegalen Dingen oder Beschattungen aufgefordert hätte.
Doch was passiert, wenn man sich in dieser Gemeinschaft des Multi-Player-Games geborgen, ja zuhause fühlt? Wie schnell wird man zur Marionette des Systems und wie schnell wird man süchtig?

Ursula Poznanski hat eine spannende und atemberaubende virtuelle Welt des Gamings in diesem Buch geschaffen, die mich sprachlos zurücklässt.

 

Fazit: 5/5 Sternchen

Mein diesjähriges Highlight im Thriller-Genre.

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